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Blüten für Insekten erhalten – Pause für Säge und Heckenschere

Bild von DerWeg auf Pixabay

Weiden sind ein wichtiger Pollen- und Nektarspender für unsere Honigbienen. Sie tragen zur Erstversorgung des Bienenvolkes nach der Winterruhe bei. Wechselseitige Beschnitte von Weidenbeständen würden zum Beispiel helfen, diese Versorgungslücke zu schließen“, erklärt der Präsident des Deutschen Imkerbundes, Torsten Ellmann. Daher sind radikale Weidenrückschnitte bis auf den Stock äußerst bedauerlich.

Der Deutsche Imkerbund setzt sich seit vielen Jahren aber nicht nur für Honigbienen, sondern auch für die stark bedrohten Wildbienenarten ein. Aufklärungsarbeit von großer Bedeutung, welche Maßnahme welche Auswirkungen habe.

Ein Rückschnittverbot gilt vom 1. März bis zum 30. September jeden Jahres. Der Bienenexperte Ellmann erörtert: „Vielen ist die Bedeutung des Verbotes nicht klar. Mit dieser Gesetzesregelung sollen zwar in erster Linie Vögel und deren Nistplätze geschützt werden, aber Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge, profitieren ebenfalls davon. Für diese ist unser Hausgarten ein wichtiges Refugium. Der Flugradius von Wildbienen beträgt zum Beispiel nur wenige 100 Meter. Sie sind deshalb in diesem Radius auf Nist- und Nahrungsmöglichkeiten angewiesen, um zu überleben. Werden Bäume, Büsche, Ziersträucher, lebende Zäune oder Hecken im Garten geschnitten, gehen mit jedem Schnitt viele pollen- und nektarreiche Blüten verloren, die im Frühjahr und Sommer eine wichtige Nahrungsquelle für die verschiedensten Insektenarten darstellen. Deshalb sollte jeder genau überlegen, welcher Formschnitt wirklich nötig ist.􏰃

Blüten besuchende Insekten finden immer weniger Lebensräume. Jeder kann daher mit der Anlage eines blütenreichen, bienenfreundlichen Gartens zur Verbesserung des Kleinklimas und der Artenvielfalt beitragen. Informationen, welche Pflanzen besonders geeignet sind und was bei der Anlage des Gartens beachtet werden sollte, gibt es mittlerweile reichlich, zum Beispiel auf der Homepage des D.I.B.

Quelle: Pressemitteilung D.I.B

Keinen Honig an Bienen verfüttern

Sowohl Honig- als auch Wildbienen und anderen Blüten besuchenden Insekten fehlt es immer öfter an vielfältigem Nahrungsangebot. Eine falsch verstandene Hilfe für Bienen ist allerdings das Füttern der Insekten mit Honig auf dem Balkon oder am Haus. Geschäftsführer des D.I.B. (Deutscher Imkerbund) Olaf Lück warnt: „Diese gut gemeinten Angebote gibt es immer wieder, aber sie können genau das Gegenteil bewirken.Ebenso gefährlich können nicht ausgespülte Honiggläser in Altglas-Containern aufgrund der Honigreste für Bienen werden.

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Bienenwanderungen in Zeiten der Covid-19-Pandemie

In einem aktuellen Schreiben erklärt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, dass Bienenwanderungen auch während der Corona-Pandemie erlaubt bleiben. Aus Sicht des BMEL sei die Berufsgruppe der Imker einschließlich der Wanderimkerei unzweifelhaft der Kritischen Infrastruktur “Ernährung” zuzuordnen.

Also bleiben Bienenwanderungen erlaubt. Nach Angaben des BMEL auch, wenn dies grenzüberschreitend erfolgen soll. Hinsichtlich des grenzüberschreitenden Verbringens von Tieren bestehen aktuell keine tierseuchenrechtlichen Beschränkungen aufgrund Covid-19, bestätigt Julia Klöckner. Dies gelte auch für Honigbienen.

Dennoch sollte sich jeder Imker vor der Wanderung bei der jeweils zuständigen örtlichen Behörde erkundigen. So könne es sein, dass durch länderspezifische Einschränkungen für Freizeitimker etwas anderes gelte, als für Berufsimker.

Bienenpflege und die Covid-19-Pandemie

Die Covid-19-Pandemie hat auch Auswirkungen auf uns Imker in Bretten und Umgebung. Es wurde deshalb die Frühjahrs-Versammlung und unsere monatlichen Imkertreffs bis auf weiteres abgesagt. Ein möglicher Ausweichtermin wird hier, per E-Mail und in der Regional-Presse bekannt gegeben.

Grundsätzlich gilt, dass Sie als Tierhalter verpflichtet sind die Vorgaben durch das Tierschutzgesetz auch in der bestehenden Corona-Pandemie einzuhalten.

Dies bedeutet, dass Sie als Imkerin und Imker Ihre Verpflichtung zur Ausübung der guten imkerlichen Praxis vollumfänglich nachkommen können und dies eigentlich auch müssen!

Fast ausnahmslos betreuen Sie Ihre Bienen ja auch in der freien Natur ohne dass es bei Ihrer Tätigkeit zu untersagten sozialen Kontakten zu anderen Menschen kommt.

Landesverband Badischer Imker

Das Ordnungsamt der Stadt Bretten hat seine Hinweise zur Allgemeinverfügung ergänzt und klargestellt, dass die Versorgung von Tieren in Stallungen, Gehegen, Bienenstöcken etc. erlaubt ist. (Stand 23.03.2020)

Wir empfehlen dieses Dokument auszudrucken und bei der Hin- und Rückfahrt zum / vom Bienenstand mitzuführen.

Sollten Sie aufgrund einer Notlage bei der Kontrolle und Betreuung der Bienenvölker Hilfe benötigen, kontaktieren Sie uns bitte.

Des Weiteren haben die Österreichischen (ÖEIB) und die Deutschen Erwerbsimker (DBIB) ein Portal für Imker eingerichtet, die aus gesundheitlichen Gründen oder einer persönlich verordneten Quarantäne nicht zu ihren Bienen können: Imkerhilfe.eu

Bitte beachten Sie im Falle eines erforderlichen Vertretungsfalles, nur mit eigenem Handwerkszeug an die zu betreuenden Völker zu gehen, damit einer eventuellen Kontamination durch das Handwerkszeug vorgebeugt werden kann.

Deutscher ImkerBund E.V.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage finden Sie auch auf der Website des Landesverband Badischer Imker. Das Schreiben des Deutschen Imkerbunds zur aktuellen Situation können Sie hier herunterladen.

Bericht von der Frühjahrsversammlung am 12. April 2019

Spannende Diskussion und Änderungen im Vorstand der Brettener Bezirksimker

Daniel Schimmel Erwerbsimker und „Walnußbauer“ aus Gondelsheim referierte über die Betriebeweise seiner Bioland-Imkerei. Profesionell nutzt er verschiedene Beutensysteme und arbeitet gleichzeitig mit drei Bienenrassen. Bei Kassel übernahm er 2018 eine der ersten Biolandimkereien. Im Gegensatz zu seiner Imkerei im Kraichgau kann er dort fast ganzjährig das unterschiedlichste Blütenangebot zur Honiggewinnung nutzen. Sein Vorgänger hatte dort vorrausschauend hektarweise Blühflächen angelegt und ganze Baumaleen gepflanzt, so dass bei entsprechender Witterung kaum eine Trachtlücke entsteht. Der studierte Landwirt lobte diese visionäre Wirtschaftsweise und betonte dass selbst der dortige Bürgermeister bei ihm um Rat nachfragt, wenn er, wie gerade jetzt, den Friedhof neu bepflanzen lässt.

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